Blumige Frühlingsgefühle

So halten Sie Ihre Blumen frisch

Na endlich! Nachdem wir wochenlang gebibbert und gefroren haben, zeigt er sich endlich: Der Frühling 2021! Die ersten Vöglein zwitschern, die Sonne scheint und die Frühlingsblumen zeigen sich in voller Pracht. Gerade jetzt gehört es für viele von uns dazu, sich frische Tulpen, Hyazinthen oder Narzissen in die Wohnung oder das Haus zu stellen. Und damit die wirklich lange blühen und uns erfreuen, gibt es ein paar einfache Tricks!

Tulpen

Es gibt sie mittlerweile in allen erdenklichen Farben und sie kosten nicht mal viel. Mit Tulpen lässt sich ganz schnell Frühlingslaune im eigenen Wohnzimmer verbreiten. Sie gehören seit Jahren zu den beliebtesten Frühlingsblumen. Kein Wunder, denn sie sind schön und recht anspruchslos.

Wer möglichst lange etwas von seinen Tulpen haben möchte, sollte sie nicht in tiefes Wasser stellen. Sie wachsen nämlich an der Blüte weiter und je weniger Wasser sie zur Verfügung haben, desto langsamer wachsen sie. Außerdem sollte man das Wasser alle 2-3 Tage komplett austauschen. Bevor man sie allerdings ins Wasser stellt, müssen sie angeschnitten werden. Und das sollte man bei Tulpen immer mit einem GERADEN Schnitt machen! Auch das hat etwas mit der Wasseraufnahme und dem Verlangsamen des Wachstums zu tun.

Nicht nur bei Häusern gilt das, sondern auch bei Tulpen: Lage, Lage, Lage! Tulpen sollten nämlich niemals in der direkten Sonne stehen und möglichst weit entfernt von der Obstschale. Darüber hinaus haben sie Narzissen als Nachbarn nicht sonderlich gern.

Kommen wir zum Wasser: Es ranken sich einige Mythen um Zugaben zum Blumenwasser und jeder hat da wohl seine eigenen Erfahrungen gemacht. Fakt ist: Mit frischem Wasser macht man nix verkehrt!

Hyazinthen

Es gibt nicht viele Blumen in unseren Breitengraden, die so exotisch duften wie Hyazinthen! Dazu sehen sie auch noch so atemberaubend schön aus! Kein Wunder, dass wir durch sie Frühlingsgefühle kriegen. Wie die Tulpe auch, sind Hyazinthen Zwiebelblumen. Aber anders als die Tulpen behalten sie ihre Zwiebel und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: Ihre Blüten entstehen erst in der Wachstumsphase und deswegen sind sie nicht als Straußblume im klassischen Sinne geeignet.

Das Wichtigste für Hyazinthen ist Helligkeit! Wohingegen sie Kälte recht gut abkönnen, verkraften sie Dunkelheit nur sehr schwer. Und natürlich braucht sie reichlich Wasser! Anders als bei Tulpen sollten man hier auf keinen Fall geizen, denn diese kleine Zwiebel vollbringt eine große Anstrengung, um eine solche Blütenpracht hervor zu bringen. Trotzdem sollte die Erde immer schön luftig bleiben, sofern man keinen Schimmel möchte…

Natürlich kann eine Hyazinthe in einem speziellen Hyazinthenglas gezogen werden. Das sieht zwar toll aus, hat aber seine Nachteile. Zum einen sind diese Gläser, je größer die Blüten werden, recht instabil. Und zum anderen laugt man der Zwiebel durch das Vorhalten von Erde (und damit Nährstoffen) sämtlich Kraft. So lässt sich die Zwiebel nur ein einziges Mal kultivieren. Am besten machen sie sich in einem stabilen Topf mit ordentlich Erde oder Kies. Hier kann sie sich entfalten und wir können uns lange an ihrer Schönheit und ihrem himmlischen Duft erfreuen.

Wem die Stile im Topf irgendwann zu lang werden, der kann sie natürlich auch abschneiden und die Blüten zu einem Strauß zusammenbinden. Hat die Zwiebel ihren Dienst getan und die Blüten sind verwelkt, wird einfach der Stil unterhalb der Blüten abgeschnitten. Bis zum Herbst kommt die Zwiebel mit den restlichen Blättern an einen dunklen Ort und im Oktober darf sie dann nach draußen gepflanzt werden.

Narzissen

Ihr leuchtendes Gelb fühlen sich fast an wie Sonnenstrahlen auf der Haut. Narzissen oder Osterglöckchen sind wohl DIE Frühlingsblumen. Nicht nur draußen in Beeten oder Parks sind sie ein Hingucker, sondern auch bei uns Zuhause. Narzissen gehören zu den Amaryllisgewächsen und deswegen gibt es auch so viele unterschiedliche Arten von ihnen. Schon im 18. Jahrhundert begann man sie in Europa zu kultivieren.

Wer sich ein paar kleine Sonnen nach Hause holen möchte, der sollte sich vorher entscheiden, ob man sie als Strauß oder im Topf kaufen möchte. Wenn man sie als Strauß kauft, sollte man – wie oben bereits erwähnt – auf jeden Fall darauf achten, dass sie teilweise giftig sind! Schneidet man sie unten an, tritt eine schleimige Flüssigkeit aus. Stellt man sie also mit anderen Blumen in eine Vase, werden es die anderen Blumen nicht lange überleben.

Dann doch lieber im Topf, oder? Narzissen im Topf sind recht anspruchslos. Aber ein bisschen Pflege brauchen sie dennoch. Bei Narzissen sollte man immer bedenken, dass sie – je nach Sorte – sehr lang bzw. hoch werden können! Sie also in einem kleinen Töpfchen zu lassen, kann eine kippelige Angelegenheit werden. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass der Topf nicht zu flach ist. Ihre Wurzeln können sich ganz schön weit nach unten graben und je tiefer sie liegen, desto mehr Stand haben nachher die Blüten. Ansonsten bevorzugen sie feuchte und nährstoffreiche Böden. An einer Zwiebel können schließlich bis zu zwanzig Blüten wachsen.

Wenn die Blüten verwelkt sind, dürften die Blätter erst entfernt werden, wenn diese gänzlich vertrocknet sind. Die Zwiebel sammelt aus ihnen Kraft für den nächsten Frühling. Aufbewahren sollte man sie dann an einem kühlen, aber frostfreien Ort. Oder, wenn man sie im Herbst einpflanzen möchte, dann sollte man sie sehr tief in den Boden setzen, damit die Narzissenzwiebeln nicht einfrieren können.

Dann kann der Frühling ja jetzt kommen!

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